Dienstag, Januar 16, 2007

Zeitexperimente


Ein Herr namens Michel Siffre hat sich 1962 für fast zwei Monate in eine dunkle Höhle einschließen lassen und gab nur über ein Feldtelefon an, wann er wach war, wann er schlafen ging.
Dabei ist das Abgefahrene, dass er nach einer gewissen Zeit der Gewöhnung einen Rhtyhmus von Wachen und Schlafen entwickelte, der konstant 24 1/2 Stunden dauerte, jedoch von ihm selber nicht als rhythmisch wahrgenommen wurde. Er war total verwirrt und ihm fehlten nach seiner Zeit in der Höhle einige Tage in seiner Erinnerung, nicht, weil er sie nicht erlebt hatte, sondern weil er eine andere Art von Einteilung hatte, nämlich 24 1/2 statt 24 Stunden.

Was lernen wir daraus? Der Mensch hat einen Rhythmus innerhalb seiner eigenen körperlichen Gegebenheiten, der ihm selbst unzugänglich und auch unabhängig vom eigenen Zeitgefühl ist. Dennoch regelt dieser innere Uhr das eigene Wachen und Schlafen.

2 Kommentare:

tobiK hat gesagt…

Schön, dass Du wieder mal was schreibst. Die Geschichte hab ich nicht ganz verstanden, hat er immer 24 1/2 Stunden geschlagen und ist dann 24 1/2 Stunden wach gewesen? Oder innerhalb 24 h? Wie lange war er dann wach und wie lange geschlafen, das wäre doch interessant. Und sagt das Experiment was grundsätzliches über einen natürlichen Rhythmus aus oder braucht es vielleicht einfach länger als 2 Monate um den gewohnten Rhythmus zu verlernen. Anyway: Abgefahrenes Experiment.

BoomBen hat gesagt…

Siffre hat mit seinem Feldtelefon immer nach draußen gefunkt, wann er aufsteht und wann er sich schlafen legt. Ein Zyklus von Wachen und Schlafen dauerte bei ihm genau 24 1/2 Stunden. 16 Stunden dieser Zeit verbrachte er in wachem Zustand.
Siffre hat dieses Experiment auch wiederholt und 1972 sich für 205 Tage unter die Erde begeben. Als er wieder das Licht der Welt erblickte, fehlten ihm in seiner Zeitrechnung volle zwei Monate. Zu grundsätzlichen Körperryhthmen mehr im nächsten Post...